Aktuelles aus dem Gemeinderat – Sitzung vom 19. Oktober 2026: Eine Agri-Photovoltaik-Anlage, unsere Feuerwehrgerätehäuser und drei neue Feldgeschworene und die Verabschiedung der Vorgänger

Agri-Photovoltaik-Anlage westlich von Rettenbach

Ein Beschluss der Sitzung betraf die geplante Agri-Photovoltaik-Anlage westlich von Rettenbach. Der Gemeinderat stellte die Änderung des Flächennutzungsplans fest und fasste den Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sondergebiet Agri-Photovoltaik westlich von Rettenbach“.

Auf der Fläche an der Kreisstraße GZ 31 soll künftig eine Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energien entstehen. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass die Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann. Somit werden die Erzeugung erneuerbarer Energien und die landwirtschaftliche Nutzung miteinander verbunden.

Unsere Feuerwehrgerätehäuser – eine wichtige Aufgabe

Ein wichtiges Thema, mit dem wir uns im Gemeinderat auseinandersetzen werden, ist die bauliche und räumliche Situation unserer Feuerwehrgerätehäuser. Dabei geht es darum, die bestehenden Herausforderungen in allen drei Ortsteilen in den Blick zu nehmen und gute, zukunftsfähige Lösungen zu finden.

In der Sitzung am 19. Oktober wurde dem Gemeinderat ein Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Rettenbach vorgelegt. Darin wurde auf die sicherheitstechnischen und baulichen Mängel des bestehenden Gerätehauses hingewiesen und die Aufnahme eines Neubaus in die Haushaltsplanung der kommenden Jahre beantragt. Vorgesehen wäre ein Feuerwehrgerätehaus mit Fahrzeugstellplätzen und einer Waschhalle. Ebenso wurde die erforderliche Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen beantragt.

Darüber hinaus beinhaltet der Antrag die Überprüfung des baulichen Zustands der Feuerwehrgerätehäuser in Harthausen und Remshart. Auch die Möglichkeit, anstelle einzelner Lösungen ein gemeinsames Feuerwehrhaus für alle Ortsteile zu schaffen, soll in die Überlegungen einbezogen werden.

Ein Antrag unserer Feuerwehr Remshart, bei dem es zunächst um eine Erweiterung des bestehenden Gerätehauses durch eine Containeranlage als Übergangslösung geht, wird das Gemeinderatsgremium in der nächsten Sitzung beschäftigen.

Für das Feuerwehrgerätehaus in Remshart ist zunächst das Ergebnis der hydraulischen Berechnung der Kammel erforderlich. Auf diese notwendige Voraussetzung habe ich bereits im Rahmen der Dienst- und Generalversammlung der FFW Remshart hingewiesen und auch mehrfach ausdrücklich aufmerksam gemacht. Solange diese Untersuchung nicht abgeschlossen ist, sind dort weder ein entsprechender Anbau noch ein Neubau genehmigungsfähig.

Gerade auch im Hinblick auf den Hochwasserschutz kommt dieser Berechnung eine entscheidende Bedeutung zu.

Dass auch beim Feuerwehrgerätehaus in Harthausen Handlungsbedarf besteht, ist uns bekannt. Gleichzeitig wäre es weder sinnvoll noch finanziell verantwortbar, jetzt kurzfristig für alle drei Ortsteile einzelne Lösungen auf den Weg zu bringen, ohne zuvor die Gesamtsituation betrachtet zu haben.

Deshalb haben wir im Gremium entschieden, entsprechende Angebote für die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans einholen. Dieser soll aufzeigen, welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind, wo die Prioritäten liegen, in welchen Zeiträumen eine Umsetzung sinnvoll ist und mit welchen Kosten wir rechnen müssen. Dabei sollen alle drei Ortsteile und deren Bedarf berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage können wir anschließend fundierte Entscheidungen treffen und Schritt für Schritt die notwendigen Maßnahmen angehen.

Unser Ziel muss es sein, eine langfristig tragfähige, bedarfsgerechte und finanziell verantwortbare Lösung zu finden. Nur mit einer sorgfältigen Planung kommen wir hier nachhaltig weiter.

Nachtragshaushalt 2026 – wichtige Weichenstellung für die finanzielle Entwicklung unserer Gemeinde

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt unserer Gemeinderatssitzung im Oktober 2026 war die Beratung und Verabschiedung des 1. Nachtragshaushalts 2026 mit Finanzplanung.

Mit dem Nachtragshaushalt haben wir die finanzielle Entwicklung unserer Gemeinde erneut betrachtet und die Haushaltsplanung an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Ein Nachtragshaushalt ist notwendig, wenn sich im Laufe eines Haushaltsjahres wesentliche Änderungen bei den Einnahmen, Ausgaben, Investitionen oder der Finanzierung ergeben. Damit schaffen wir eine aktualisierte Grundlage für die weitere Arbeit der Gemeinde und stellen sicher, dass wichtige Entscheidungen auf einer realistischen finanziellen Basis getroffen werden.

Besonders wichtig ist dabei auch der Blick auf die kommenden Jahre. Wir müssen unsere Investitionen sorgfältig planen, notwendige Maßnahmen priorisieren und gleichzeitig die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde im Auge behalten.

Unser Anspruch ist es, Rettenbach verantwortungsvoll weiterzuentwickeln, notwendige Projekte umzusetzen und dabei mit den finanziellen Mitteln der Gemeinde sorgsam umzugehen.

Mit der Verabschiedung des Nachtragshaushalts im Oktober haben wir hierfür eine aktualisierte finanzielle Grundlage geschaffen. Uns ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wie und warum finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Drei neue Feldgeschworene vereidigt und ein herzliches Dankeschön an die Vorgänger

Besonders gefreut hat mich an diesem Abend die Vereidigung von drei neuen Feldgeschworenen. Mit Michael Hartmann und Karl Seif für die Gemarkung Remshart sowie Georg Motzer für die Gemarkung Rettenbach konnten ich drei Mitbürger für dieses wichtige und traditionsreiche Ehrenamt gewinnen.

Ihre Vorgänger Alois Brunhuber, Hubert Wörz und Ludwig Kraus hatten mitgeteilt, ihre Tätigkeit aus Altersgründen beenden zu wollen. Sie wurden in der Sitzung von mir verabschiedet. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihren wertvollen Dienst für unsere Gemeinde bedanken. Alle drei Herren waren seit November 2008 als Feldgeschworene im Einsatz.

Mit der Vereidigung der drei neuen Feldgeschworenen weiterhin vollständig besetzt. Wie bereits 2008 vom Gemeinderat beschlossen, stehen damit auch künftig zwei Feldgeschworene für jeden Ortsteil zur Verfügung.

Ich bedanke mich bei allen, die sich in unserer Gemeinde ehrenamtlich engagieren und Verantwortung übernehmen. Dieses Engagement ist ein wichtiger Bestandteil unseres gemeinschaftlichen Zusammenlebens.

Mit den besten Grüßen aus dem Rettenbacher Rathaus

Ihre
Sandra Dietrich-Kast
Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Rettenbach