Gespalten von Rot und Silber;
vorne ein goldener Pfahl;
hinten ein schwebender schwarzer Eselskopf
Wappenführung seit 1968.

Das Wappen der Gemeinde Rettenbach erzählt auf eindrucksvolle Weise die bewegte Geschichte des Ortes und seiner historischen Wurzeln.
Der geteilte Schild in Rot und Silber erinnert an die früheren Herrschaftsverhältnisse in der Region, die über Jahrhunderte von unterschiedlichen geistlichen und weltlichen Einflüssen geprägt waren. So steht die Farbgebung unter anderem in Verbindung mit dem Hochstift Augsburg und weiteren historischen Herrschaftsstrukturen, die das Gebiet maßgeblich geprägt haben.
Ein goldener Pfahl symbolisiert die Markgrafschaft Burgau und verweist auf die einstige Zugehörigkeit zu diesem bedeutenden Herrschaftsbereich. Er steht sinnbildlich für Ordnung, Verbindung und die geschichtliche Entwicklung der Region.
Besonders charakteristisch ist der schwarze Eselskopf, der auf die Herren von Riedheim zurückgeht. Diese ortsbildprägenden Adelsfamilien hinterließen ihre Spuren in der Geschichte der Gemeinde und werden durch dieses markante Symbol bis heute im Wappen sichtbar gehalten.
So vereint das Rettenbacher Wappen verschiedene historische Einflüsse zu einem harmonischen Gesamtbild und macht die Vergangenheit der Gemeinde auf anschauliche Weise sichtbar. Es ist damit nicht nur ein offizielles Hoheitszeichen, sondern auch ein lebendiges Stück Heimatgeschichte.